German Craft Skills – Starke Performance Ostbrandenburger Handwerker

An vielen Orten Deutschlands fanden in den vergangenen Monaten die Deutschen Meisterschaften in 130 Handwerksberufen statt. Mehr als 3000 junge Menschen nehmen jedes Jahr an Europas größtem Handwerkswettbewerb teil. Unter Schirmherrschaft des Bundespräsidenten treten in den Ausscheiden die besten Absolventinnen und Absolventen der Berufsausbildungen im Handwerk gegeneinander an. Sechs junge Ostbrandenburger Handwerker, vertraten das Land Brandenburg in ihren Gewerken mit Bravour.

Paul Schuster, SHK-Anlagenmechaniker, 2. Platz
„Hurra, Deutscher Vizemeister!“
„Die Teilnahme war für mich völlig surreal. Die Aufgaben hatten es in sich. Ein Kupferrohr zur Form eines U-Bootes biegen. Am Ende durften nicht mehr als 12 Zentimeter Rohr übrigbleiben. Außerdem eine Wärmepumpe in Betrieb nehmen, ein Toilettenbecken montieren und einen leckenden Wasserhahn durch eine infrarotgesteuerte Wasserspararmatur ersetzen. Ich habe in allen Modulen die vorgegebene Zeit unterschritten. Dass ich damit Deutscher Vizemeister wurde, ist der absolute Hammer und etwas, auf das ich mächtig stolz bin.“ (Onlinebericht Weishaupt)

Simon Bachinger, Autolackierer, 4. Platz
„Vierter Platz! Nicht zu fassen!“
„Was habe ich geschwitzt! Meine Aufgabe? Eine Autotür mit vier Farbtönen gestalten, dazu eine Werbetafel und ein Automodell. Meine Angst, dass auf so einem Level alle gegeneinander arbeiten würden, hat sich schnell aufgelöst. Was für eine Kollegialität, was für ein Miteinander! Und dann hieß es plötzlich: Simon Bachinger, vierter Platz! Ich kann nur jedem empfehlen, an dem Wettbewerb teilzunehmen. Man performt nicht nur, man lernt auch viel.“

Fabian Uecker, Tischler, 5. Platz
„Jeder gönnte jedem alles.“
„Ich hatte keine Ahnung, dass diese Meisterschaften so’ne große Hausnummer sind. Erst in Augsburg wurde mir klar:  Wow, du gehörst zu den 18 besten Tischlern deiner Generation! Der Bau eines Flurmöbels war unsere Aufgabe. Die Herausforderung? Neue Maschinen, die ich noch nicht kannte, eine Schlitz-Zapfen-Verbindung auf Gehrung. Das tollste Erlebnis war das Miteinander. Jeder gönnte jeder jedem alles. Ich dachte, der 12 bis 15 Platz sollte drin sein. Das es dann der fünfte wurde, ich es also unter Deutschlands Top Ten geschafft habe, hat mich dann doch umgehauen.“

Karl Marvin Baur, Elektroniker für Gebäudetechnik
„Es war mir eine Ehre.“
„Ich habe es zwar nicht auf das Siegerpodest geschafft. Dennoch war es eine Ehre, teilzunehmen. Zu wissen, dass man damit zu den 15 besten Jung-Elektronikern für Gebäudetechnik gehört, fühlt sich gut an. Natürlich hätte ich gern gewusst, wo im Feld man sich am Ende platziert hat. Aber das hat man uns nicht verraten. Schade. Wir sollten ein Hotelzimmer komplett elektronisch ausrüsten, von der Schlüsselkarte bis zur Steuerung von Licht und Jalousie. Außerdem ging es um die Steuerung einer Kellerpumpe. Ob ich aufgeregt war? Nein, eigentlich nicht.“

Jasper Lorenz, Zimmerer
„Wertschätzung meines Handwerks hat mich beeindruckt“
„Meine Teilnahme entschied sich spät. So hatte ich kaum Vorbereitungszeit. Die Aufgabe war dann auch ein kleiner Schock: Bau eines Kehlpultdaches mit steigendem First und Dreiecksgaube“ – das lag definitiv weit über Gesellenprüfungsniveau! Aber die Stimmung dort war cool. Am zweiten Tag realisierte ich, welche Wertschätzung jeder einzelne von uns erfuhr. Die Erkenntnis, zu den neun besten Junggesellen meines Gewerks zu gehören, sorgte für einen Adrenalinschub und spornte an. Am Ende freute ich mich über einen 7. Platz im Feld von neun Teilnehmern.“

David Deutschmann, Wärme-, Kälte- und Schallschutzisolierer
„Was für eine coole Sache!“
„Das es in meinem kleinen Gewerk so eine Meisterschaft gibt, ist eine richtig gute Sache. Dass ich Brandenburg vertreten sollte – das war schon ein kleiner Schreck. Schließlich traten nur sechs Gesellen im Bundesfinale an. Mein Chef hat sich Zeit genommen, mit mir auch Samstags geübt. Dass er zu den Meisterschaften nach Erfurt kam und selbst mein Ausbilder aus dem ÜAZ da war – das war so eine große Wertschätzung! Unglaublich. Das musst du erst mal realisieren. Auch wenn du nicht gewonnen hast, du gehörst zu Deutschlands sechs besten Junggesellen in unserem Gewerk. Was für’ne coole Sache“

Für die Teilnahme am Landeswettbewerb der Deutschen Meisterschaften im Handwerk qualifizierten sich neun Junggesellen. Unter ihnen Paul Schuster von der Firma Karsten Kube aus Panketal. Er wurde Landessieger beim Ausscheid der SHK-Anlagenmechaniker. Karl Marwin Baur von der Olaf Manohr und Mario Grothe GbR Grünheide wurde im Wettbewerb Landessieger bei den Elektronikern für Energie- und Gebäudetechnik. Auf Grund ihrer Leistungen wurden Antonia Schünemann und Lennard Schütze von der Fleischerei Bernd Schütze aus Wartin bei den Fachverkäufern im Lebensmittelhandel zum ersten sowie zweiten Landessieger bestimmt. Bei den Fahrzeuglackierern freute sich Simon Michael Bachinger von der Autolackiererei Wunsch in Fürstenwalde aufgrund seiner erreichten Punktezahl über den Landessieg. Glückliches Gesicht auch bei Hörakustiker Marcel Lutze von der Fielmann Filiale an der Börnicker Chaussee in Bernau. Auch er erreichte über die Punkte den Landessieg. Milena Neitsch von der Firma Glasfischer Glastechnik aus Dahlewitz-Hoppegarten wurde bei den Kauffrauen für Büromanagement über ihre Leistung Zweite im Landesranking. Überraschung bei den Landmaschinenmechatronikern: Den Landessieg sicherte sich diesmal eine junge Frau. Nele Burgis von der Landtechnik LVA Brandenburg GmbH erhielt über 90 Punkte. Bei den Tischlern war es Fabian Uecker von der Tischlerei Frind aus Storkow, der den Landeswettbewerb in seinem Gewerk zu seinen Gunsten entschied. David Deutschmann von der Daniel Gips ISOMAXX Dämmtechnik wurde bei den Wärme-, Kälte- und Schallschutzisolierern zum Landessieger bestimmt. Über die Punktezahl schaffte auch Zimmerer Jasper Lorenz von der Mätzing Naturstammhaus UG den Landessieg. Herzlichen Glückwunsch an die Sieger und ihre Ausbildungsfirmen! MS

Ansprechpartner

Stefan Hahnert

Sachbearbeiter Lehrlingsrolle BAR / UM / DMH

Telefon:0335 5619 - 156

Telefax:0335 5619 - 117

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