hwk-ff.de/Mirko Schwanitz
Finja Wottke, Ausbildung zur Kfz-Mechatronikerin
„Ich liebe Pferde. Deswegen gab es mal den Wunsch, Tierärztin zu werden. Aber nach dem Abitur noch einmal jahrelang die Studierbank drücken? Das konnte ich mir nicht vorstellen. Während der Corona-Zeit entwickelte ich ein Interesse für Motocross. Meine Eltern hielten das für ein zu gefährliches Hobby. Aber ein normales Motorrad – das war okay. Meine Stärken? Ich bin ehrgeizig und wissbegierig. Als ich das Motorrad dann hatte, wollte ich wissen, wie das Ding funktioniert und interessierte mich sehr schnell auch für Automotoren. Problem: Niemand in meinem Freundeskreis schraubte. Was blieb da? Nur ein Praktikum. Also bewarb ich mich in den Ferien bei meinem heutigen Ausbildungsbetrieb Retzlaff und Kramm Automotive. So kam ich auf den Beruf der Kfz-Mechatronikerin. Herr Retzlaff war angesichts meiner 1,60 Meter erst skeptisch. Aber ich habe das Team dann doch schnell überzeugt. Um den körperlichen Anforderungen zu genügen, habe ich mich sogar im Fitnessstudio angemeldet. Ziele? Ich weiß nicht … Ich könnte mir vorstellen, noch eine kaufmännische Ausbildung an die Lehre zu hängen. Weit im Hinterkopf blinkt ab und zu der Gedanke an eine Selbstständigkeit. Mal sehen. Jetzt freue ich mich erst einmal über die Auszeichnung ‚Lehrling des Monats‘. Sicher: Von den Leistungen her könnte ich die Ausbildung verkürzen. Aber ich will die ganze Lehrzeit voll auskosten. Es gibt schließlich noch so viel zu lernen.“ notiert von Mirko Schwanitz